Samstag, 12. August 2017

Vogel mit lecker Kartoffeln

Dass wir hier mit unserem gekauften Hotspot eine lahme Leitung haben wissen wir bereits. Aber dieses Jahr ist das WLAN so schlecht, dass wir außer mit dem Handy so gut wie kein Netz haben. 

Hat natürlich auch Vorteile. So beschränke ich mich tatsächlich auf den allernötigsten Schriftverkehr und komme auch nicht in Versuchung im Internet zu surfen, anstatt mit der Familie Karten zu spielen. Also Urlaub wie in früheren Zeiten…..

Blöderweise bin ich seit Mittwoch ans Haus gebunden, da mir schon wieder die Hexe in den Rücken geschossen ist. Zum zweiten Mal in diesem Jahr, und das, obwohl es hier absolut keinen Stress gibt und wir total gechillt sind.

Ich seh’s mal von der positiven Seite: Es gibt Schlimmeres.

Überhaupt kann man das mit der positiven Seite lernen. Gestern z. B. bin ich das erste Mal wieder vor die Tür gegangen. Im Zeitlupentempo hab ich mich wie Quasimodo bis zum Bäcker bewegt, dort versucht einigermaßen gerade zu stehen, was mir noch nicht wirklich gelingt und bin anschließend zurückgeschlichen. Und während ich mit Brötchentüte in der Hand so unsere Straße entlang schlendere, landet ein riesiger Haufen Taubenscheiße auf meinem Arm.

Da hast du jetzt zwei Möglichkeiten.

Möglichkeit Nr 1: „Na super, jetzt kackt mir auch noch ne Taube auf den Arm.“

Möglichkeit Nr 2: „20 cm weiter links und sie hätte meinen Kopf und mein Gesicht getroffen.“

Beim Hexenschuss dasselbe: Ist immerhin kein Bandscheibenvorfall. Und auch sonst genießen wir den Urlaub. Um uns herum herrscht noch immer Baustelle, jetzt gerade eben wird die Zimmertür eingebaut und der Durchgang zum Flur wird erhöht. Macht immer noch ein bisschen Zusatzarbeit, wobei ich da momentan ziemlich eingeschränkt bin. Aber hast du eine Vorstellung davon, wie es sich anfühlt, wenn das alles fertig ist?

Schon jetzt bin ich völlig verzückt vom fertigen Badezimmer und von der Küche. Ich kann mich kaum sattsehen. Alles ist eingebaut und funktionsfähig. Der neue Gasherd ist eingeweiht, auch die Geschirrspülmaschine. Es ist einfach nur zum Genießen und gerade eben will ich gar nicht mehr nach Hause. 

Heute Abend gibt es nach 21 Jahren Urlaub auf Sardinien ohne Backofen, das erste mal etwas aus ebendiesem. Weil die neue Küche einen hat.

Vogel mit lecker Kartoffeln

Du weißt nicht was das ist? Könnte dir Jonathan erklären. Wir haben früher mit den Kindern auf der Fahrt in und vom Urlaub immer irgendwelche Ratespiele gemacht. Ganz oft Stadt, Land, Fluß. Einmal ging es um das Raten von Gerichten. 

L wie Lasagne, Linsensuppe, Lachs auf Spinat....
M wie Milchreis mit Früchten, Maultaschen....
S wie Serbische Bohnensuppe, Sauerbraten mit Klößen

und dann kam irgendwann V.

„Vogel!!!“, rief Jonathan.

„Das ist kein Gericht.“, waren wir uns einig.

„Vogel mit lecker Kartoffeln.“

Alle wussten, was er meint, ist bei uns Standardessen. 

Zutaten:

Kartoffeln
Hähnchenschenkel oder -flügel
Zwiebeln
Gemüsebrühe
Olivenöl

Zubereitung

Kartoffeln waschen und vierteln, Zwiebeln schälen und vierteln. Mit 3 EL Olivenöl und reichlich Gemüsebrühe vermengen. Nach belieben noch Rosmarin dazu. Bei 200 Grad ca. 1 Stunde im Backofen garen, dabei einmal wenden.

Dazu ein Salat.


hm

Dienstag, 1. August 2017

Lieferbar

Heute ging der Pressebericht raus, unser neues Buch erscheint pünktlich wie angekündigt. 




Ich brauchte ein paar Anläufe um Beate über das Netz zu gratulieren, zu schlecht ist unsere Internetverbindung hier im Urlaub. Nachmittags geht es einigermaßen, aber da liegen wir normalerweise in der Sonne. 




Nur heute, da brennt sie so unbarmherzig, dass wir im Haus bleiben. Mein Mann wollte sowieso konzentriert am Bad und der Küche weiterarbeiten, und ich musste ein paar Emails verschicken. Selbst die jungen Leute chillen heute lieber drinnen, als sich den 40 Grad auszusetzen. 




„Mit Sekt stoßen wir dann später an.“, schreibe ich Beate vorhin. Immerhin ist es unser 6. gemeinsames Buch, zählt man die Planer nicht mit. 

HIER gibt es eine Leseprobe und ab sofort kannst du bei uns bestellen:

Über unsere Website
über das Kontaktformular hier auf dem Blog 
oder direkt bei unserer Mitarbeiterin: carmen.schank@web.de bestellen.

Du könntest das Buch aber auch noch gewinnen, mit einer Amanzon-Rezension zum Body-Spirit-Soul-Buch.


Viel Freude beim Lesen.


hm

Montag, 31. Juli 2017

Erholung auf der Bauselle

„Erholt euch aber trotz Baustelle.“, ist der Satz, den wir von den meisten unserer Freunde hören. 

Einmal im Jahr einen Gang runter schalten, den Alltag hinter uns lassen und in die mediterrane Welt eintauchen ist für uns seitdem wir verheiratet sind Normalität. Immer wieder waren diese Urlaube auch mit Arbeit verbunden, aber dennoch gelang es uns immer Körper, Geist und Seele zur Ruhe zu bringen.

Schwierig fand ich es immer, wenn der Abgabetermin für ein Buch bevor stand. Dieses „ich muss“ fertig werden stresst mich dann schon. Aber für die Baustelle hier haben wir keinen Termin. Was wir jetzt nicht schaffen, schaffen wir nächstes Jahr, oder übernächstes. Und einiges lassen wir machen, wenn wir wieder zu Hause sind. 

Ich bin so glücklich, dass es hier endlich mal losgegangen ist, erinnere ich mich doch an die vielen Jahre, in denen wir hier auf der Terrasse mit unseren Träumen saßen. Jetzt zu sehen, dass das alles Wirklichkeit wird ist sowas von genial. 

Alles ist gerade so provisorisch. Den Abwasch erledigen wir draußen, 




gekocht wird auf dem alten Gasherd im Flur, geduscht ohne Duschwand, Licht in den hinteren Räumen und auf der Terrasse gibt es nur mit Verlängerungskabel. Da die alten Schränke schon auf der Mülldeponie sind und die neuen noch nicht aufgebaut, leben wir aus dem Koffer, und auch das ganze Geschirr steht in Kisten, das Nötigste auf einem Terrassentisch. 

Alles bisschen abenteuerlich, das erlebst du in keinem Hotel…..

Aber wenn wir dann mittags nach 5 Stunden vom Baumarkt kommen, 




das Bad gestrichen, die Küche weiter eingebaut oder die Tapeten im Flur abgerissen haben, dann packen wir unsere Schwimmsachen ein und fahren ans Meer. 

Ist alles trotz Baustelle total gechillt.


hm

Freitag, 28. Juli 2017

Ähnlichkeiten

Es bestehen tatsächlich gewisse Ähnlichkeiten zu 1996. Mit dem kleinen Unterschied, dass ich diesmal etwas vorbereitet war, und die Kinder älter sind. Ist einfach ein Unterschied, ob wir neben der Baustelle noch drei bis vier Kleinkinder bei Laune halten müssen, oder die drei Großen an den Strand schicken und ihnen noch einen Sack für die Mülldeponie in die Hand drücken können. 

Während ich seit zwei Tagen am Räumen und Putzen bin, hat mein Mann das Klo aufgehängt, die Dusche installiert, die Gasleitung gelegt und den Brenner angeschlossen. 




Räumen hieß in meinem Fall auch Entrümpeln, und jetzt, wo die Kinder wissen, wo die Mülldeponie ist, haben sie heute auch einen Job.



hm

Montag, 24. Juli 2017

21 Jahre später

Fühle mich gerade um 21 Jahre zurückversetzt. Als wir 1996 unser Haus auf Sardinien kauften, waren die Umstände alles andere als rosig. Ich kannte es nur von Fotos, mein Mann hatte mit der Sanierung bereits im Frühjahr ohne mich begonnen, im Sommer sollte es weitergehen. Diesmal mit drei kleinen Kindern im Gepäck. Manuel war 5, Julian 2 Jahre und Jonathan 9 Monate alt.

Ich werde den Moment nicht vergessen, als ich das Haus das erste Mal betrat. Mein Entsetzen hielt genau 1 1/2 Minuten an. Danach schnappte ich mir einen Besen und fing an den Flur zu kehren, mit dem Gedanken: „Wie cool ist das denn, unser eigenes Haus.“

Im ersten Jahr hatten wir noch keine Küche und wurden täglich von unseren Freunden zum Essen eigeladen. Es gab kein warmes Wasser, weil die Leitungen noch nicht gelegt waren. Die Matratzen lagen in einem Zimmer alle auf dem Boden weil die anderen Zimmer noch renoviert werden mussten. Die ersten Jahre auf Sardinien waren immer auch mit Arbeit verbunden. Und dennoch haben wir dazwischen Urlaub gemacht. Es waren viele schöne, aber manchmal auch anstrengende Jahre. Hin und wieder kam uns der Gedanke, das Haus zu verkaufen. Das erste Mal nach Julians Tod. Damals hätten wir nicht gedacht, dass wir jemals wieder einen Fuß auf diese Insel setzen werden. Und dann kam es doch anders. 

Eine Grundsanierung stand schon seit ein paar Jahren an. Die Strom- und Wasserleitungen sind sehr in die Jahre gekommen, das Bad brauchte einen neuen Anstrich und eine neue Küche sollte her. Außerdem wollte mein Mann das komplette Haus mit Absprerrfolie und neuem Estrich versehen, damit die Feuchtigkeit von unten keine Chance mehr hat. Neuer Estrich bedeutet dann natürlich auch neue Fliesen. Fast ein bisschen schade, weil die alten Fliesen echt nostalgisch sind. Außerdem muss das Dach unbedingt neu gedeckt werden. Jedes Jahr in unserem Urlaub waren wir am Planen, um unser Vorhaben doch wieder zu verschieben. Sanierung bedeutet viel Geld, viel Zeit und viel Arbeit, und das schiebt man gerne auf.

Letztes Jahr dann die Entscheidung: Wenn nicht jetzt, wann dann?

Wir wussten, was uns erwartet, haben auch mit den Kindern gesprochen, und alle waren dafür. 2017 und 2018 werden Urlaubsarbeitseinsätze.

Neben Badezeug und Sommersachen packen wir also noch Arbeitsklamotten ein. Was dieses Jahr so richtig cool wird: Wir können den Fortschritt täglich beobachten. Und das macht irgendwie auch Spaß.


hm

Sonntag, 23. Juli 2017

Heute im TV

Vor lauter Terminen diese Woche habe ich am Freitag doch glatt vergessen, dass "meine" Sendung schon online ist. Erst mittags fiel es mir ein, und da hatte mir Beate dann auch schon geschrieben. Ich war beim Angucken noch aufgeregter als beim Dreh.

Falls du mal reinschauen möchtest:



Im Fernsehen wird es auf Bibel-TV heute um 21:15 Uhr ausgestrahlt.

Hier die weiteren Sendetermine:


Sonntag, 23.07. 21.15 Uhr Bibel-TV
Sonntag, 23.07. 22:00 Uhr Anixe
Dienstag, 25.07. 5:00 Uhr rheinmain-TV
Mittwoch, 26.07. 4:00 Uhr und 6:00 Uhr Toggo plus
Donnerstag, 27.07. 18:30 Uhr Bibel-TV



Alles bisschen aufregend gerade.

hm

Samstag, 22. Juli 2017

Rekord

Am Schluss meiner Lebe-leichter-Kurse lasse ich meine Teilnehmer immer erzählen. Was sie mit Lebe leichter erreicht haben, was sich verändert hat und wie für sie die Zukunft aussieht. Dieses Mal sollten alle ihren stärksten Satz aus dem Programm mitbringen und ihren größten Erfolgsmoment erzählen.



Egal wieviel Pfund unterm Strich geschmolzen sind, jeder hatte etwas zu erzählen. Bei dem einen waren es die beeindruckenden Kilos, bei dem anderen, die Veränderung der Sichtweise, beim nächsten das Dranbleiben trotz großer Herausforderung. Am Schluss waren sich alle einig: Wir leben weiter leichter, weil Lebe leichter keine Diät ist sondern ein Lebenskonzept.

Was ich in den knapp sieben Jahren noch nie hatte, dass jemand in einem Kurs über 20 kg abgenommen hat. Aber S. hat den Rekord dieses Mal gebrochen.

Im Kurs im Landratsamt hat sich uns schon Woche für Woche alle ins Staunen versetzt.

"Ich hab einfach mal die Zwischenmahlzeiten weggelassen und meine Mahlzeiten dosiert. Und ich bin jeden Tag schwimmen gegangen, auch wenn ich keine Lust hab. Ich hab die Kilos alle im Wasser gelassen."



Mit ihrer positiven Einstellung geht sie jetzt an die nächsten Kilos.



hm